Im Städteranking wieder ganz vorne dabei



Wolfsburg punktet als Vorreiter für Elektromobilität

In welchen Städten Deutschlands lässt es sich am besten leben und arbeiten? Auch in diesem Jahr geht diesen Fragen wieder das Städteranking des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von Wirtschaftswoche und Immobilienscout24 nach. Jährlich werden dabei insgesamt 71 deutsche Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern anhand von drei Indizes verglichen. Auf der Basis von mehr als 100 Indikatoren werden der Status quo (Niveauranking), die Entwicklung (Dynamikranking) und die Nachhaltigkeit (Nachhaltigkeitsindex) der kreisfreien Städte gegenübergestellt. Wolfsburg belegt im aktuell veröffentlichten Bericht die Ränge 6 (Niveau), 54 (Dynamik) und 1 (Nachhaltigkeit).

"Nach mehr als fünf Jahren Strukturwandel sind wir weiterhin eine der Top-Adressen in Deutschland und bester norddeutscher Standort. Das ist nicht selbstverständlich und darauf können wir echt stolz sein. Uns werden beste Zukunftsaussichten bescheinigt. Das Ranking zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und mit den geplanten Maßnahmen zur Standortentwicklung wird deutlich, dass hier viel passiert", bewertet Oberbürgermeister Dennis Weilmann die Ergebnisse.

Im Niveauranking, welches die derzeitige Wohn-, Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftssituation beleuchtet, schneidet Wolfsburg im deutschlandweiten Vergleich sehr gut ab und konnte den bereits im Jahr 2020 erreichten Rang 6 verteidigen. Nur die süddeutschen Städte München, Erlangen, Ingolstadt, Stuttgart und Frankfurt am Main werden besser bewertet. Glänzen kann die Stadt vor allem mit ihrer Wirtschaftsstruktur. Bei den Indikatoren Bruttoinlandsprodukt und Produktivität landet sie jeweils auf Rang 1. Die gute Einstufung des Teilindizes Arbeitsmarkt lässt sich unter anderem anhand der sehr guten Ränge der Indikatoren Arbeitsplatzversorgung (Rang 2) sowie Pendlersaldo (Rang 1) erklären.

Das Dynamikranking bildet die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre ab. Hier klettert Wolfsburg im Vergleich zum Vorjahr von Rang 67 auf Position 54. Grund dafür ist, dass die Stadt in den drei von vier Teilindizes Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur und Lebensqualität besser bewertet worden ist. Insbesondere der Teilindex Wirtschaftsstruktur ist hier mit einer exponentiellen Verbesserung von Rang 67 auf Rang 2 hervorzuheben. Als ein Grund dafür ist beispielsweise die positive Entwicklung der gemeindlichen Steuerkraft zu nennen. Insgesamt zeichnet sich ab, dass Wolfsburgs Entwicklung nach der Diesel-Krise wieder Fahrt aufnimmt.

"Unsere Stärke liegt in den wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen des Standortes. Wir sind die Stadt mit den zweitniedrigsten Gewerbesteuerhebesätzen und haben dazu frühzeitig strategische Flächenreserven gebildet, um handlungsfähig zu sein. Das sichert und schafft Arbeitsplätze. Darüber hinaus haben wir in der Stadtentwicklung früher als andere Städte auf die Megathemen Digitalisierung und E-Mobilität gesetzt. Das zahlt sich jetzt aus", erläutert Marcel Hilbig, Leiter des Referates Strategische Planung, Stadtentwicklung, Statistik die Hintergründe zum guten Abschneiden in den Teil-Indizes.

Der Nachhaltigkeitsindex ist an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung orientiert. Mithilfe diverser Indikatoren werden die drei Aspekte der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziales) bewertet. Die Bestplatzierung Wolfsburgs basiert insbesondere auf ökonomischen Faktoren, wie der Ingenieursdichte, dem Anteil von Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung sowie der Zahl der Patentanmeldungen. Aber auch die besonders gute Ausstattung mit Elektro-Ladepunkten und Glasfaser-Infrastruktur führte zu dem exzellenten Abschneiden.